Jeder von uns war sicherlich schon mal an einem Punkt, andem er nicht so recht wußte, wie es gerade gut weitergehen kann.
Oft heißt es dann nur: “Mir ist es nicht so gut.” oder “Keine Ahnung, irgendwie bin ich so mies drauf.” oder…oder…oder…
Oft fehlen auch einfach die Worte, das zu Beschreiben, zu Benennen, was gerade los ist. Oder es fehlt uns der Mut, es überhaupt auszusprechen und uns jemandem anzuvertrauen und zuzumuten.

Dabei verliert das Peinliche, das Unmögliche, das Schwere, das Schreckliche… oft schon einen Teil seiner Macht, wenn wir es benennen und mit jemandem darüber reden.
Dabei ist es wichtig, dass wir wissen, dass unser Gegenüber uns auch wirklich zuhört und auch ertragen kann, was wir zu erzählen haben.

In solchen Gesprächen ist es mir wichtig, auch zu erfragen, wie es denn anders, besser und stattdessen sein könnte.

Manche beschreiben es so:

Ich bin am Ende – Ich wünsche mir, eine Perspektive zu haben.

Ich bin völlig alle – Ich wünsche mir, wieder Energie zu spüren, in Balance zu sein.

Ich bin wie tot und wünsche mir Lebendigkeit.

Warum muss ich weinen, wo ich so gerne lache.

Es zerreißt mich – ich wäre gerne ganz.

Ich igele mich ein, lieber wäre ich mitten drin.

Ich bin still, lieber würde ich mich mitteilen.

Ich stehe am Abgrund und wünsche mir Flügel.

Mir zieht es den Boden unter den Füßen weg – ich brauche Halt, ein sicheres Fundament.

Ich bin im falschen Film. Ich möchte ICH sein.

Ich habe solche Kopfschmerzen, dass ich mir manchmal gerne rechts und links an der Schläfe 2 Kugeln durchschießen würde, so dass der Druck, der im Kopf ist, dort rausfließen kann. – Ich will einen klaren Kopf, ohne Schmerzen.

Meine Nerven liegen blank. – Ich wünsche mir inneren Frieden.

Ich fühle mich dann ausgelaugt, kraftlos, mutlos, als wäre die Lebensfreude aus mir geflossen und verschwunden. Ich mag mich verkriechen. – Wenn es mir gut geht, hüpft das Herz vor Freude, ich spüre ein Lächeln im Bauch und bin voller Energie, das Lächeln geht gar nicht mehr aus dem Gesicht und ich wünsche mir Unternehmungen mit meinen Freunden und Freundinnen.

Ich fühl mich alleine, verzweifelt, verwirrt. Alles wird ein grauer Brei in meinem Kopf und ich könnte nur noch schreien und weinen. Selbst zum Sprechen bin ich zu schwach. – Wenn es mir gut geht ist alles leicht, ich fühle mich als könnte ich Bäume ausreißen und nichts macht mir Angst. Die Sonne scheint.

Ich bin ich total schnell gereizt, werde aggressiv und gleichzeitig bin ich überfordert. Ich habe dann das Gefühl, dass ich dann nicht mehr kann und nicht mehr will. – Dann wünsche ich mir einfach nur innere Ruhe.

Ich halt mich selbst nicht mehr aus. – Kann mich jemand halten …

Manchmal fühle ich mich schrecklich einsam, obwohl ich unter vielen Menschen bin. – Dann sehne ich mich nach innerer Nähe.

Ich bin nichts wert. -Ich würde gerne an mich selber glauben.

Ich erzähle etwas Trauriges, Schlimmes, und lächele, ich schütze mich vor dem Schmerz, weil ich sonst heule.

Ich bin in Aktion mache ganz viel, Ablenkung vor der Einsamkeit.

Ich fühle mich leer und alleine – ich möchte mich ganz und komplett fühlen.

Es gehört zum Leben dazu, dass es Höhen und Tiefen gibt. Und im Rückspiegel betrachtet, bringen uns gerade die schweren Zeiten im Leben oft nach vorne. Doch niemand muss sich durch diese Zeiten alleine Quälen und der Volksmund sagt nicht umsonst: “Geteiltes Leid ist halbes Leid”.